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Merle Vorwald, GGG-HQ

Sub Rosa #1 (online)

8.5. – 30.5.2020

instagram: @galerie_bernau

facebook.com/GalerieBernau

Als Teil von „Sub Rosa“ präsentiert die Künstlerin Merle Vorwald vorab Extrakte ihres aktuellen online Recherche-Projektes „Ging nicht, Geht nicht, Geht doch-Headquarter“ (GGG-HQ). GGG-HQ erzählt über persönliche Erfahrungen vom Aufwachsen in direkter Nähe eines Nachkriegs-Rechtsextremisten der ersten Stunde, seiner NS Biografie und den nächsten zwei Generationen: der Vater- und der Tochtergeneration.

Während eines dreiwöchigen Zeitraumes, vom Freitag dem 8. bis zum Donnerstag den 30. Mai, berichtet Merle Vorwald auf dem GGG-HQ (MESSENGER), einem temporären social media HQ (headquarter). Auf dem online headquater zeigt die Künstlerin kurze Texte und Visualisierungen zu GGG Themen wie Deutscher Megalomanie, Prägungen und persönlichem Widerstand.

Der GGG (MESSENGER) wird auf den Instagram und Facebook Kanälen von der GALERIE BERNAU veröffentlicht.

Bild: Merle Vorwald, GGG-HQ texturen, 2020.

Merle Vorwald

Merle Vorwald ist ist Szenenbildnerin und Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Seit 2014 hat sie Projekte als Szenenbildnerin, Künstlerin, researcher, food designer und Initiatorin realisiert.

 

Interview

Leiterin der GALERIE BERNAU, Frederiek Weda, stellte der Künstlerin Merle Vorwald einige Fragen zur Entstehung des Projektes Ging nicht, Geht nicht, Geht doch-Headquarter (GGG-HQ).

Merle Vorwald, in GGG-HQ setzt du Dich auseinander mit Nachkriegs-Rechtextremismus in Deutschland. Die Grundlage der Arbeit bildet biografisches Material - das Deiner Familie. Wie ist die Arbeit zustande gekommen? Wie sind die Inhalte zu Dir gekommen?

Nachdem sich in den letzten Jahren rechte und rassistische Inhalte immer mehr in der Mitte der Gesellschaft festsetzen konnten, habe ich vor etwa 1,5 Jahren den Entschluss gefasst endlich genau hinzuschauen und mich mit der Familienvergangenheit und vor allen Dingen mit meinem Umgang oder besser Nicht-Umgang mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei habe ich als erstes die militärischen Details über meinen Großvater aus der NS Zeit, an die ich mich noch vage erinnern konnte, aufgeschrieben. Mit diesem sehr vagen biografischen Gerüst bin ich dann zum NS-Dokumentationszentrum in Köln gegangen. Ich war zufällig in der Stadt und habe

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