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Schnurungerade
Edith Wittich

25. Juni bis 13. August

 

Schnur-un-gerade
Sommerausstellung in der Galerie Bernau

Für Freitag, den 24. Juni, ab 19 Uhr lädt die Galerie zur Vernissage der Ausstellung „Schnur-un-gerade“ von Edith Wittich ein. Als Grafikdesignerin ausgebildet, arbeitete sie mehrere Jahre in einem Berliner Projektierungsbüro, bevor sie 1987 freiberuflich in Malerei, Grafik und Installation tätig wurde.

Edith Wittichs Bildsprache erscheint nicht nur am Rande des Sichtbaren sondern zeigt sich auch in den Fetzen zerrissener Notizen, formlos gelesen als Spuren der Beobachtung und Abbildung ihrer Welt.
Die Arbeiten von Edith Wittich sind zarte, mit feinen Linien gesetzte Farbflächen, meist aus Papierresten. Es sind nicht irgendwelche Papierreste. Einige haben Tausende von Kilometern hinter sich, tragen die Poststempel verschiedener Länder und auch die Eigenheiten der jeweiligen Briefpapiere.
Eine Inspirationsquelle für Edith Wittich ist der Papierkorb mit seinem vielfältig geformten Inhalt, mit Riss-, Knitter-, Knüll- und sonstigen Zufallsspuren. So finden nicht nur Briefpapiere sondern auch andere kuriose Industriepapiere den Weg vom Papierkorb ins Bild.
Die feinen Linien, die Farbspuren und Verneblungen sind die Erzähler, die den Arbeiten zusätzliche Spannung geben und als ein lösendes Moment den Bildraum verstärken oder zurücksetzen.

Die Lineaturen der feingliedrigen Drahtobjekte, die im Spannungsfeld von Licht und Schatten eine zusätzliche Dimension öffnen, werden so zur Zeichnung vor der Wand.
In der Arbeit „Umwelt-Umfeld“ umfließt gerosteter Draht mehrere Ätzradierungen, hinterlässt rostige Spuren, Einkerbungen und neu vom Draht gezeichnete Linien.

Am Samstag, 23. Juli, 15 Uhr wird ein Künstlergespräch mit Edith Wittich in ihrer Ausstellung stattfinden.

Die Ausstellung ist bis zum 13. August dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr und samstags 10 bis 16 Uhr zu sehen.

Karsten Kelsch, Panketal (Kurator)