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HEIMAT, HERZ, ORTE: UNSER JAHRESPROGRAMM 2021

mit Yasmin Alt, Anna Benner, Laure Catugier, Alison Darby, Monika Goetz, Gözde Güngör, Martine Heuser, Max Hilsamer, Ana Hupe, Karsten Kelsch, Ofri Lapid, Anna Lauenstein, Marion Orfila, Julieta Ortiz de Latierro, Emerita Pansowova, Gudrun Sailer, Beatrice Schuett Moumdjian, Anja Sonnenburg, Saša Tatić, Hannelore Teutsch, Hana Yoo.

Ab Februar 2021 präsentiert die Galerie Bernau ihr neues Jahresprogramm. Wie der Titel „Heimat, Herz, Orte“ schon vermuten lässt, wird sich die Kunst in diesem Jahr um das zentrale Thema „Heimat“ drehen. Wie viele andere, muss sich auch die Galerie in diesem Jahr der Herausforderung stellen, ihr Programm in Zeiten der Pandemie zu planen und umzusetzen – vorerst mit geschlossenen Türen und ohne Perspektive auf Wiedereröffnung. Eine geschlossene Galerie bedeutet gleichzeitig das Fehlen von Ausstellungen. Oder vielleicht doch nicht? Die Galerie Bernau stellt um und ermöglicht es 21 Künstler:innen auf innovative Art und Weise, ihre Arbeiten dennoch auszustellen und für Besucher:innen sicht- und greifbar zu machen. So kann das vielseitige Jahresprogramm „Heimat, Herz, Orte“ dennoch kuratiert werden, indem die Galerie den Künstler:innen weit mehr als die 100 Quadratmeter Ausstellungsraum in der Bürgermeisterstraße 4 zur Verfügung stellt. Mit diesem neuen Jahresprogramm wird das Thema „Heimat“ in seiner Diversität und Komplexität beleuchtet. Es fängt bei den Grundfesten an und wächst mit den Jahreszeiten zu einem umfangreichen Kunstprogramm!

KM 0

Der Auftakt des Jahresprogramms 2021 steht unter dem Titel „Heimat, Herz, Orte – KM 0“ und beschäftigt sich mit der Archäologie der Heimat. Als „KM 0“ bzw. „Kilometer Zero“ wird der zentrale Vermessungspunkt eines Landes bezeichnet. Von diesem Zentralpunkt ausgehend wurden traditionell Distanzen gemessen und die Welt darum erfasst. „KM 0“ ist nicht nur der Auftakt des Jahresprogramms mit dezentralen Präsentationen an verschiedenen Orten in Bernau – hier als peripherer Ort nahe Berlin –, sondern steht auch für die Reduktion unserer Bewegung im realen Raum und für den individuellen Standpunkt als „das Zentrum der eigenen Welt“. „KM 0“ versteht sich ebenso als Anfang oder Neuanfang, der nach einem bewegenden Jahr, das wir hinter uns lassen, auf uns zukommt und vermag vielleicht die Frage zu beantworten: Wo stehen wir?

Karsten Kelsch, irgendwo im nirgendwo

Mit Karsten Kelschs Werk „Irgendwo im Nirgendwo“ (2018–2021) startet die Videoreihe ab Freitag, dem 5. Februar. Es werden Aufnahmen des Künstlers bei der Entstehung der gleichnamigen Arbeit, die vom Verschwinden der Heimat handelt, zu sehen sein. In 30 Teilen zeigt Karsten Kelsch gezeichnete Ansichten des Ortes, wo einst sein Dorf in der Niederlausitz stand. Mit einem QR-Code, der am Schaufenster der Galerie neben dem Video zu sehen ist, können sich Besucher:innen die Serie „Irgendwo im Nirgendwo“ ganz einfach auf ihrem Smartphone oder Tablet anschauen.

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Hana Yoo, MUJU (무주, 無住) - NOT STAYING

Im März folgt das Video „Muju (무주, 無住) - not staying“ (2018-2020) von Hana Yoo. „Muju“ ist ein Begriff aus dem Zen-Buddhismus und bedeutet „nirgendwo bleiben“ (engl.: not staying anywhere). Hier wird das Bleiben vom Nicht-Bleiben begleitet. „Muju (무주, 無住) - not staying“ untersucht die Konnotation von „Habitat“ in einer meditativ wirkenden Wüste von technischen Bildern und Figuren.

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Saša Tatić, The Bedrock

Ab April wird das Video „The Bedrock“ (2017) von Saša Tatić gezeigt. „The Bedrock“ thematisiert das „Land“ oder die „Erde“ als Währung, die eine sichere Zukunft mitgibt, wenn es von Generation zu Generation übertragen wird. Saša Tatić dokumentierte dies in ihrer eigenen Familie. Auf dem Stück Land, das sie von ihrem Großvater geerbt hatte, traf sie die ersten Vorbereitungen, um ein Fundament für ein Haus zu schaffen.

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Alison Darby, Shift

Im Frühling wird, parallel zum Videoprogramm, die Mixed-Media-Installation der Künstlerin Alison Darby, „Shift“ (2020-21), im Hof der Galerie präsentiert. „Shift“ ist ein skulpturaler Verweis auf Umbau und Veränderung und handelt von einer Teppichfabrik aus dem Jahr 1865, dem ältesten Industriegebäude auf der Spreehalbinsel Alt-Stralau. Aktuell wird die Fabrik zu einer exklusiven Wohnimmobilie umgebaut. Akustische Raumeindrücke, Radiomitschnitte zu historischen Ereignissen und die Stimmen von Menschen, deren Leben mit dem Ort verknüpft sind, fügen sich zu einem dichten Gewebe, das eineinhalb Jahrhunderte wechselvoller Geschichte umspannt, zusammen.

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Beatrice Schuett Moumdjian, Magic City

Vom 19. März bis 19. April zeigt die Künstlerin Beatrice Schuett Moumdjian ihre neue Fotoarbeit „Magic City“ (2021), welche als Plakatwerbung am Bahnhof in Bernau zu sehen sein wird. „Magic City“ stellt Stadtlandschaften aus alltäglichen Gegenständen, die die Künstlerin in ihrem Haushalt gefunden hat, dar. Aus der Zusammenstellung von Vasen, Boxen, Büchern, Broten, Dosen, Schachteln, Keksen, Holzklötzen, Adventskalenderschokolade sowie anderen Objekten und Lebensmitteln aus diversen Kulturkreisen entstehen fantasievolle Gebäude. Sie erinnern unter anderem an die zahlreichen im Osmanischen Reich und dem heutigen Artsak (Bergkarabach) zerstörten Kirchen der typisch armenischen Architektur.

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Presse

Pressetexte und -bilder für Berichterstattung und Recherche erhalten Sie gerne auf Anfrage. Wenden Sie sich bitte telefonisch unter 03338 80 68 oder per E-Mail an galerie@best-bernau.de.

Auswahl von Pressestimmen

"Im Corona-Jahr 2021 zeigt die Galerie Bernau Kunst an vielen Orten" berichtet Olav Schröder über das Jahresprogramm „Heimat, Herz, Orte“ in der Märkische Oderzeitung (6.2.2021)