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Kurze Geschichte der Galerie

Die Galerie steht im Spannungsfeld von Regionalität und Globalität. Ihr ist aufgetragen, Zeitphänomene sinnlich greifbar zu machen. (Dr. Gunda Ihlow)

Das war die Vorstellung, die bei der Eröffnung der Galerie am 6. September 1989 zur treibenden Kraft der Galeriearbeit in den folgenden beiden Jahrzehnten wurde.

Die Galerie Bernau nimmt in Brandenburg eine Sonderstellung ein. Sie ist die letzte nicht-kommerzielle Galerie, die zu DDR-Zeiten in einer Kreisstadt gegründet wurde. Der Förderkreis Bildende Kunst e.V. Bernau (FBK e.V.), der sich ein Jahr später konstituierte, war der erste Kunstverein im neuen Bundesland Brandenburg. Die Gründer des Fördervereins waren Kunstfreund*innen und Bildende Künstler*innen aus dem Bernauer Umland, die dem in der kommunalen Öffentlichkeit bestehenden Defizit im Kultur- und Wertebewusstsein begegnen wollten. Ihr Anliegen war es, Entwicklungs- und Wirkungsräume für die Kunst zu schaffen. Dafür standen zu Beginn 56,8 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Nach wechselnden Trägerschaften in den ersten beiden Jahren organisierte seit Juli 1992 (bis zum Jahr 2013) der FBK e.V. das Ausstellungsprogramm. Aufgrund von umfangreichen Sanierungs- und Rekonstruktionsarbeiten des denkmalgeschützten Fachwerkgebäudes in der Bürgermeisterstrasse 4 führte die Galerie 1996/1997 ein Wanderausstellungsprojekt durch, mit dem sie Ausstellungen in der St. Marien Kirche zu Bernau, dem Amtshaus Panketal, der Kleinen Galerie Eberswalde und weiteren Orten realisierte.

Nachdem mehr als 2,5 Millionen Mark für die Rekonstruktion des Gebäudes aufgewendet worden waren, wurden die neuen Räume der Galerie Bernau am 10. Dezember 1997 durch den Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg wiedereröffnet. Seit diesem Zeitpunkt verfügt die Galerie über eine Ausstellungsfläche von 100 m².

Zur Sicherung des institutionellen Fortbestands und zur Weiterentwicklung der künstlerischen Programmatik übernahm im Jahr 2013 die BeSt Bernauer Stadtmarketing GmbH die Trägerschaft der Galerie. Aus dem Budget der BeSt wird seitdem eine eigenständige Galerieleitung finanziert.

Die Galerie Bernau blickt auf ein umfangreiches Programm zurück. Seit der Gründung fanden bis Dezember 2017 über 200 Ausstellungsprojekte in der Galerie statt. Jährlich besuchen über 14.000 Besucher*innen die Galerie. Die Galerie Bernau hat sich somit durch ihr Programm sowie durch die Publikum- und Medienresonanz in den 30 Jahren ihres Bestehens zu einer festen Kunstadresse in Brandenburg und Berlin entwickelt. Ihr zentrales Ziel besteht nach wie vor in der Vermittlung und Förderung zeitgenössischer bildender Kunst mit all ihren Facetten und interdisziplinären Erweiterungsformen.

Bernau bei Berlin, im Februar 2018