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2019 findet das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses statt. 1919 in Weimar gegründet, 1925 nach Dessau umgezogen und 1933 in Berlin unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen, bestand die Hochschule nur 14 Jahre.

Die GALERIE BERNAU widmet der einflussreichen Bildungsstätte ihr Jahresprogramm und möchte im Rahmen von bauhaus100 historische Zeugnisse ebenso neu entdecken wie die Bedeutung des Bauhauses für die Gegenwart und Zukunft.

Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Bernau bei Berlin, die im Juli 2017 in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen wurde. 1928-1930 von Hannes Meyer (Direktor des Bauhauses) und Hans Wittwer (Meister der Bauabteilung, Leiter des Baubüros am Bauhaus) sowie von Studierenden und Werkstätten des Dessauer Bauhauses auf einer Kiefernlichtung mit einem kleinen See realisiert, entwickelten die Architekten eine Anlage, in der Schulbetrieb, Wohnalltag und Erholung ebenso reibungslos wie selbstverständlich möglich waren.

Als Nachfolger von Gropius berufen, verstärkte sich unter der Leitung von Hannes Meyer ab 1928 der soziale Anspruch des Bauhauses: »Volksbedarf statt Luxusbedarf«. Meyer vertrat den Standpunkt, dass das Bauhaus von seiner Idee abgekommen sei, »für das Volk« zu gestalten und reformierte grundlegend die Lehre. Interdisziplinarität und Kollektivität standen im Mittelpunkt des Lebensreformers Meyer. In seinem Architekturunterricht vermittelte er das Bauen als einen »elementaren Prozess«, der biologische, geistige, seelische und körperliche Bedürfnisse berücksichtigte und dadurch »Leben« ermöglichte. Die Bedürfnisse des Einzelnen und die der Gemeinschaft sollten durch Architektur zum gemeinkräftigen Ausgleich gebracht werden. Ein herausragendes Beispiel für dieses ganzheitliche »Bauhausdenken« ist die ADGB Bundesschule.

Volksbedarf statt Luxusbedarf - Bernau und sein Bauhaus
Eröffnung: Freitag, 15. Februar 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 16. Februar – 5. April 2019

Die Ausstellung widmet sich der Geschichte und Entwicklung der Bundesschule sowie dem Leben, das dort stattgefunden hat und stattfindet – dabei liegt der Fokus besonders auf der DDR-Zeit. Kern der Ausstellung bilden Erzählungen von Bürger*innen und Expert*innen; diese sind mit weiteren Erinnerungsstücken und Artefakten verwoben. Schüler*innen des Paulus-Praetorius-Gymnasium Bernau und Studierende der Universität der Künste Berlin beteiligen sich mit künstlerischen Beiträgen an dem Ausstellungsprojekt der Künstlerinnen Julia Herfurth und Natalie Obert.

Alex Lebus / Marten Tschech
Eröffnung: Freitag, 12. April 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 13. April – 29. Mai 2019

Carola Bark / Gerd Pilz
Eröffnung: Freitag, 7. Juni 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 8. Juni – 26. Juli 2019

Studierende der Bauhaus-Universität - "The International Style meets Internationality"
Eröffnung: Freitag, 2. August 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 3. August – 20. September 2019

Andrea Milde / Roland Schefferski
Eröffnung: Freitag, 27. September 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 28. September – 22. November 2019

Christa Jeitner / Martin Jahn
Eröffnung: 29. November 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 30. November 2019 - 17. Januar 2020