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20!80 Ausschreibung der Galerie Bernau für das Programm 2022

Auch wenn wir uns in einem gefühlten Stillstand befinden, die Uhr tickt weiter. Mit dem Motto 20!80 für das Programm 2022 wirft die Galerie Bernau den Blick auf die Zukunft.

20!80 enthält einerseits die Jahreszahl “2080”, andererseits enthält sie die Referenz zur “80/20-Regel”. Diese Regel ist auch bekannt unter dem Begriff „Eisbergmodell“. Gemeint ist damit, dass bei einem Eisberg nur die Spitze sichtbar ist; der größere Teil ist jedoch unsichtbar und befindet sich unter der Oberfläche.

Das Bild, das wir von der Welt haben, und ebenso unser Selbstbild, setzt sich aus verschiedenen Wahrnehmungsschichten zusammen, dabei befinden wir uns immer an der Schwelle der Zukunft.

Momentan wirft die Pandemie dunkle Schatten über unser Miteinander und hält eine Lupe über Prekaritäten, wie Armut und Einsamkeit. Außerdem bringen gesellschaftliche Bewegungen wie Black Lives Matter, #unteilbar, #metoo und Fridays for Future längst hinfällige Paradigmen unseres Umfelds ans Licht. In welche Richtung und wie weit werden diese Bewegungen Wellen schlagen?

Mit 20!80 ruft die Galerie zu visionären Ansichten auf.

Wir freuen uns auf Bewerbungen von Bildenden Künstler:innen jeden Alters und aus allen Sparten der Bildenden Kunst, mit Wohnsitz in Brandenburg und Berlin für das Jahresprogramm 2022: 20!80.

Das vollständig ausgefüllte Bewerbungsformular und ergänzende Unterlagen sind zu richten an: galerie@best-bernau.de.

20!80 Call for applications for the 2022 program of GALERIE BERNAU

Even if we are at a perceived standstill, the clock still keeps ticking. With the motto 20!80, Galerie Bernau looks to the future with its 2022 program.  

The title 20!80 contains both the idea of the year "2080" and the reference to the "80/20 rule". This rule is also known as the "iceberg model", where only the tip of an iceberg is visible and the larger part, lies invisible beneath the surface of the water.  

The image we have of both the world and ourselves is composed of different layers of perception: we are always on the threshold of the future.   

Currently, the pandemic casts a dark shadow over our sense of togetherness and magnifies existing precariousness, such as poverty and loneliness. Social movements such as Black Lives Matter, #indivisible, #metoo and Fridays for Future are challenging long-defunct paradigms in our environment. In what direction and how far will these movements make waves?   

With 20!80, the gallery calls for visionary views.  

For the annual programm 2022: 20!80, we look forward to receiving applications from visual artists of all ages and from all areas of the visual arts, residing in Brandenburg and Berlin.   

The completed application form and supporting documents should be sent to: galerie@best-bernau.de by May 31, 2021. The application form and detailed application information can be found at: www.galerie-bernau.de.

Blinde Flecken

Daß wir so uneins sind hält uns zusammen
du dort ich hier – wir sind auf andrer Fahrt:
Dein Istgewesen mein Eswirdnochkommen
zwei blinde Flecken in der Gegenwart
die uns gehört wie Träume vorm Erwachen
wenn wir schon wissen daß wir Träumer sind
die mit uns spielt ein Weilchen in den Winden
bis jedes hier und dort sich wiederfindet.

(Ulla Hahn)

Blind spots  
  
That we are so divided keeps us together   
you there me here - we are on a different journey:   
Yours has been mine it will still come  
two blind spots in the present  
that belongs to us like dreams before awakening  
when we already know that we are dreamers  
that plays with us a little while in the winds  
until each one finds itself here and there.  
  
(Ulla Hahn)