パラレル・リアリティ  Parallele Realitäten
Shiroh Shikano, Yoshiya Hirayama, Yurina Misaki | Malerei, Sound, Video, Zeichnung

27. Juni bis 8. August 2015

 

Zu einer ganz besonderen Ausstellungseröffnung lädt die Galerie für Freitag, 26. Juni, 19 Uhr in ihre Räume in der Bürgermeisterstraße 4 ein. Einführende Worte spricht der Kurator Thomas Kumlehn und die Sound-Performance „Project # 1: Factors of space inconstancy“ (2015) von Lucio Capece verspricht ein Klangerlebnis zu werden.

Die in Berlin und Karlsruhe lebenden japanischen Künstler, Shiroh Shikano, Yoshiya Hirayama, Yurina Misaki, schaffen in der Galerie Bernau für acht Wochen eine sinnliche Laborsituation. Ihr künstlerischer Anspruch besteht darin, mit ihren Werken zu dritt gleichzeitig „parallele Realitäten“ zu zeigen.

Shiroh Shikano plädiert mit seinen kleinformatigen Gemälden für eine Rückgewinnung von ins Internet gestellten Fotos in die Wirklichkeit der Malerei. Auf der Suche nach Fundbildern gelingt es ihm, sich der unmittelbaren Wirklichkeit zu entziehen. Yoshiya Hirayama sensibilisiert mit seiner medialen Versuchsreihe aus Zeichnung, Video und Sound für den Zusammenhang aus wahrnehmbarer Raum- und Zeitpräsenz. Yurina Misaki schafft mit monochromen, quadratischen Tableaus und Vorhängen einen kontemplativen Raum der Selbstvergewisserung und Repräsentation.

Die Ausstellung bleibt im Gestus zurückhaltend und bedacht. Gleichwohl spürt der Betrachter eine ansprechende, feine Synthese aus scheinbar vertrauten Bildträgern und einem unvertrauten Raumgefühl aus Stoffbahnen und Klängen.
Bis zum 8. August ist die Ausstellung dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr und samstags 10 bis 16 Uhr zu sehen.

Text: Thomas Kumlehn, Kurator

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